Das kleine Frühlingskuss-Menü

EEEEEndlich ist Frühling. Und ich bin aus meinem Winterschlaf erwacht. Wir haben das Glück und einen Balkon nach Südosten raus. Jetzt, wo es morgens wieder hell ist, habe ich mir fest vorgenommen, jeden morgen ein Foto zu machen (das lohnt sich natürlich besonders, wenn die Sonne die morgendlichen Wolken bescheint) – und immer wieder vergessen …

In letzter Zeit nehme ich mir für jeden Monat eine kleine Veränderung vor. Die Idee habe ich von verschiedenen Fitness-Blogs (bevegt zum Beispiel oder marathonfitness). Es heißt ja, du musst eine Sache 21mal hintereinander machen, damit es zur Gewohnheit wird. Naja. Aber wenigstens fällt es nach 21mal nicht mehr schwer daran zu denken und du hast nicht mehr das Gefühl, dich anstrengen zu müssen, um es zu realisieren. Und ich habe eine RIESEN-Liste, was ich alles verändern möchte. Da wusste ich gar nicht, womit zuerst anfangen und hab’s am Ende alles gelassen. Jetzt brauche ich immer nur eine kleine Veränderung im Monat: das schaffe ich! Hast du auch so eine Liste? Mit unendlich vielen Punkten?

Letzten Monat war es: früh(er) zu Bett gehen – schwer für eine Nachteule, aber inzwischen geht’s. Und ich bin fitter für mich und die Familie. Diesen Monat bewege ich mich jeden Tag ein wenig (mehr als sonst): mache 30 min Gymnastik, laufe zum Einkaufen, sowas halt. Na und nächsten Monat vielleicht das Foto jeden Tag, oder, oder … Die Idee stammt von zeitblüten und hat noch mehr als nur ein schönes Foto für sich: Du hältst für einen Moment inne und bist ganz JETZT. Das ist ein schönes Gefühl, findest du nicht?

Gestern war es dann soweit: wir haben das Frühlingserwachen ordentlich gefeiert mit einem kleinen Frühlingskuss-Menü. Eiernudeln (mit Champignons fürs gute Mutter-Gefühl) und einen Nachtisch aus Quark, Erdbeeren und Schokoladen-Schaumküssen (politisch korrekt, ich musste auf die Verpackung gucken, wir haben die Dinger früher anders genannt).

Zutaten

Pilze

Für die Nudeln brätst du ein paar Champignons an und legst sie beiseite, du kannst jetzt auch edelsüßen Paprika und etwas Zitronenschale zufügen. Ich habe ewig labberige Bratpilze hergestellt, bis ich kapiert hab, dass man sie HEISS und mit WENIG FETT anbraten muss, damit sie wirklich schön werden. Die Nudeln hast du schon vorher gegart. Jetzt verquirlst du 4 Eier mit 1/2 Becher Sahne, brätst eine kleine gehackte Zwiebel glasig, fügst Eier, Nudeln, Pilze hinzu und rührst so lange rum, bis die Eiermasse gestockt ist. Gutes, leckeres, schnelles Kinderessen. Salz und Pfeffer (oder Chili oder scharfen Paprika, wie du magst) nicht vergessen.

Zutaten Frühlingskuss

DER NACHTISCH besteht aus Quark, Erdbeeren und Schokoküssen. Von den Schokoküssen löst du den Boden. Die Schaummasse verquirlst du mit dem Quark (ist dann wie Stracciatella). Die Früchte schneidest du klein und mengst sie auch unter. Eine Frucht und den Boden der Schokoküsse nimmst du für die Deko. Boa wie lecker! Welche Früchte hast du genommen? Fandst du den Nachtisch auch so lecker?

Frühlingskuss

Freitagslieblinge

Was für eine tolle Idee von berlinmittemom! Gefunden habe ich sie auf Impressions of Life. Prima, wenn die Zeit nicht einfach nur an dir vorbeirennt, sondern du sie dir nimmst, um auch mal inne zu halten (innezuhalten?), den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Vielen Dank dafür!

Bloggen ist ja ohnehin genau das, aber es wird nochmal potenziert, wenn du Montag schon weißt, worauf du achten willst. Besonders die Lieblingsmomente haben’s mir angetan, aber auch die Inspiration. Mehr Freitagslieblinge gibt es bei berlinmittemom.

Lieblingsbuch der Woche:

Looking good nakedIch kämpfe wie so viele andere mit den Pfunden. Vor einiger Zeit bin ich auf einen professionellen Blog gestoßen, der mir sehr gefällt: Marathonfitness –  Nun hat der Blogger, wie es sich für einen anständigen und erfolgreichen Blogger gehört, auch ein Buch geschrieben. Und ich durfte es rezensieren! Ich finde das Buch gut, wie auch den Blog. Aber worauf ich besonders stolz bin ist der kleine Beipackzettel, den der Verlag mitgeschickt hat.

Eine kleine Anekdote gibt es noch dazu: ich habe mich in die mailing-Liste eingetragen. Die mails sind überschrieben mit „nackt gut aussehen mit M.A.R.K.“. Bei einer der ersten mails bin ich von abgekommen („Mamaaa, ich brauche mal …“ und pflichtschluldigst renne ich sofort hin, jaja, selber schuld, wenn die Jungs so verwöhnt sind, weiß schon, aber ich verwöhn sie halt zu gerne …). Mein Mann wollte sich das Tablet schnappen und fand diesen Betreff. Etwas argwöhnisch wurde er da schon ;-).

Lieblingsessen der Woche:

Ich mach’s kurz, darüber folgt noch ein Eintrag. Wir waren eingeladen zum Geburtstag und als Geschenk habe ich einen Kuchen mitgebracht.

Kaffetafel
Kaffeetafel

Lieblingsmoment mit den Kindern:

Diese Woche haben wir abends ab und zu Zeit gefunden TabuXXL zu spielen. Wir spielen es als echtes Gemeinschaftsspiel miteinander und nicht als Gewinnspiel gegeneinander. Da hatten wir viel Spaß als Knoten-Knut sich in den nicht vorhandenen Ohren bohrte oder Dirigent spielte.

Lieblingsmoment nur für mich:

Ein Spaziergang im Tiergarten (zugegebenermaßen gestern). Ich mache wahnsinnig gerne Naturfotos. Die werden nicht unbedingt toll, aber da bin ich für einen kleinen Moment wirklich für mich, egal, was um mich herum passiert. Gestern habe ich die Koboldköpfe nur mit den Haaren aus der Erde gucken sehen.

Als ich mit dem Fotografieren fertig war, waren Mann und Kinder wie vom Erdboden verschluckt. Von jetzt auf gleich. Ich bin umhergeirrt und habe gedacht: ‚Kann doch nicht sein, dass die innerhalb von einer Minute so weit vorgelaufen sind, dass ich sie jetzt nicht mehr sehe.‘ Waren sie auch nicht: Sie haben auf mich hinter einem Container gewartet, wo ich sie nur einfach nicht sehen konnte.

Kobold aus der Erde

Inspiration der Woche:

Ich habe einen neuen Wahlspruch gefunden (warum heißen die eigentlich so? Weil man sie auswählt? Weil man wählt, diesem Spruch zu entsprechen?)

Nimm’s leicht und davon die Hälfte!

Freu mich immer noch darüber.

Liebe Grüße

Wiebke

>>Blog der Woche<< herzensfoto

Diesmal habe ich für dich einen Blog mit wunderschönen Fotos entdeckt. Es gibt Leute, die haben einen Blick für kleine Details, die sie dann groß rausbringen können. Kerstin gehört dazu, definitiv. Es gibt schwarz-weiß Fotos und farbige und bei jedem denkst du: „Genau so!“ Der Besteck-Baum zum Beispiel, hättest du das Eisbesteck am Baum gesehen? Ich nicht.

Es gibt Bilder, die versetzen mich sofort in eine wunderbare Ruhe. Claude Monet gehört dazu – und eben diese herzensfotos. Schau mal nach, ob es dir auch so geht: Ein wenig auftanken mit schönen Bildern und weiter geht’s?

Viel Spaß beim Chillen!

Liebe Grüße

Wiebke

über besteck-aufbewahrung mit raureif oder der eislöffel — herzensfoto

Glücksbrot

Wenn es irgend geht – meistens geht es nicht – backe ich Brot. Sonntag oder Montag. Mittwochs holt mein Mann das Brot immer von der Dorfbäckerei aus dem Steinofen, das ist unschlagbar. Aber so ein Wald- und Wiesen-Bio-Brot bekomme ich auch noch hin. Und wenn du bedenkst, wie teuer die inzwischen sind, schmeckt uns meins doppelt gut. Bei mir darf der Teig stundenlang (meist über Nacht) ruhen und wird dann liebevoll von Hand geknetet. Da spürt man direkt, wann genug geknetet ist, ist was richtig sinnliches. Wahrscheinlich mag ich deshalb so gerne Brot backen. Unterarme hab ich inzwischen wie Popeye.

Brot ist so ein grundsätzliches und doch kostbares Lebensmittel. Und wenn du es selbst machst, reicht einfach ein bißchen Butter drauf und schon bist du glücklich. Als Verganer nimmst du vielleicht einfach kostbares Leinöl, am besten traditionell hergestelltes.

Glücksbrot belegt
Glücksbrot

Diesmal wollte ich ein reines Roggenbrot backen. Das wollte einen Sauerteig haben und ein Brühstück. Den Sauerteig habe ich pflichtschuldigst am Sonntag angesetzt. Für das Brühstück hätte ich die Zutaten mit kochendem Wasser übergießen, abkühlen lassen und für 8 Stunden in den Kühlschrank stellen sollen. Tja, hätte. Das las ich am Montag.

Oje. Die richtige Zusammenstellung der Zutaten ist so sehr wichtig. Das ging aber jetzt ja nicht mehr. Von einem ANDEREN Brotrezept, das ich bereits ausprobiert hatte, gab es aber einen Autolyse-Teig, der nur 30 min quellen müsste. Den hab ich dann kurzerhand angesetzt und nach diesem Misch-Rezept das Brot gebacken, so dass es am Ende doch noch ein gutes Mischbrot geworden ist. Die Bio-Mehle kannste dir ja leisten, deshalb kostet mein Bio-Brot etwa 2 Euro alles in allem. Natürlich ohne den Stundenlohn, damit wäre es eh unbezahlbar, aber dafür mit dem guten Gefühl, dir und deiner Familie was Gutes zu tun. Das ist auch unbezahlbar!

glucksbrotSchneide das Brot vor dem Backen noch ein: mit spitzer Klinge nach Lust und Laune. Backen solltest du das Brot mit Schwaden. Dazu heizt du den Ofen ordentlich vor – am besten 45 Minuten auf 250 °C. Den Schwaden stellst du her, indem du eine feuerfeste, mit Wasser gefüllte Schüssel auf den Boden des Ofens stellst. Das Backblech, auf das du das Brot nachher tust, muss übrigens auch vorgeheizt sein: Brot liebt es, richtig heiß gebacken zu werden. Nach 10 Minuten öffnest du die Ofentür weit und holst die Schüssel mit dem Wasser raus (= Schwaden ablassen). Dabei fällt die Temperatur auf 220 °C und das ist auch gut so: bei dieser Temperatur bäckst du das Brot weitere 40 min. Die letzten 5 min kannst du die Ofentür mit einem Kochlöffel (der 220 °C ab kann) öffnen, das macht eine schöne Kruste.

So, die Temperaturen stehen so im Rezept. Für meinen Ofen ist das viiiiel zu heiß: da hätte ich Kohlestücke hinterher. Ich muss immer satte 15 – 20°C weniger einstellen. Ich seh also immer mal wieder nach dem Brot und regel die Temperatur beizeiten runter. Guten Apetit!

Und berichte gerne im Kommentar, wie deine Brotexperimente so laufen? Hast du ein Lieblings-Brot, das du immer wieder bäckst?

Liebe Grüße

Wiebke

 

Halleluja in Futur II

Seit letzter Woche schreibe ich mit beim Mitmachblog. Diese Woche ist das Thema ‚Halleluja‘. Ich hatte Lust, mir mal ordentlich eins auszuspinnen. Im Sinne von ‚hab Dank du edler Spinner‘, weniger im Sinne von ‚die spinnt‘. Ob’s mir gelungen ist, kannst nur du beurteilen.

MitmachBlog

Der Wagen gibt ein sehr deutlich vernehmbares Krachen von sich, da sindsie gerade auf Wolke 4 angekommen. „Heinrich, sieh mal nach, was da los ist!“ ‚Halleluja‘, denktHeinrich, ‚Achsbruch: das sieht nicht gut aus.‘ „Für die Geschenke müssen wir uns diesmal was anderes ausdenken“, ruft er zum Kutschbock hinauf. „Und zwar schnell, sonst schaffen wir es nicht mehr.“ „Keine Panik“, tönt Ruprecht herunter, „für sowas hab ich letztes Jahr im nachhinein ne App gefunden, wir müssen es nur irgendwie bis ganz runter schaffen. Schau mal: Uber.“ „Naaiiiin, nimm die nicht, dann schicken dir die deutschen Behörden tonnenweise Briefe nach Himmelpfort bisnach nächste Weihnachten noch. Da kannst du die Wunschlisten nicht von den Vorladungen unterscheiden und wirst verrückt, das können wir uns nicht leisten! Es muss was anderes geben.“

Heinrich macht sich an dem Schlitten zu schaffen. Hmmm, für die Achse könnte er doch notdürftig einen Splint aus Sternenstaub verdichten, das müsste…

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>>Blog der Woche<< Der MitmachBlog

Es gibt so unendlich viele Blogs, die es wert wären, als Blog der Woche gekürt zu werden. Heute möchte ich dir einen vorstellen, bei dem es ums – jawoll! – mitmachen geht. Es gibt jede Woche ein Thema, das in der Vorwoche per Abstimmung ausgewählt wird. Darüber darfst du dann um dem Mitmachblog schreiben. Und dieses Geschriebene dann natürlich in deinem Blog veröffentlichen. Natürlich geht es hierbei – wie auch beim Liebster Award – um die Vernetzung der Blogger. Aber auch um Sprache, um Experimente, um verschiedene Sichtweisen (mit der ich meine erweitern kann).

Aber auch um DEINE Kreativität, Einzigartigkeit, Ideen. Ab und zu lese ich „Psychologie heute“ – sehr zu empfehlen – und dort war gerade ein Artikel, in dem beschrieben wurde, dass die kreativsten Ergebnisse erzielt werden, wenn es Vorgaben gibt. Eben solche wie „Jetzt schreib mal über das Thema der Woche“ (diese Woche: Jenseits von …). Auch in diesem Sinne kann der MitmachBlog dabei helfen, deinen Blog noch einzigartiger zu machen. Das gefällt mir. Stöbere doch mal in den Themen: Geben und Nehmen, Nix da Klingeling, Frauen am Steuer,… alles mögliche eben.

Und du kannst den Mitmachblog noch einzigartiger werden lassen mit deinen Beiträgen. Es ist ein Geben und Nehmen. Als Beispiel (darin versteckt sich Spiel, ja ein Spiel mit Sprache, ich bin verspielt) bekommst du hier meinen ersten Beitrag dort:

Jenseits von …

Das Thema fand ich ziehmlich sperrig. Ich bin ja mehr der Faktenmensch, ich liebe Ergebnisse, am besten, wenn man sie anfassen kann, Baba au Rum zum Beispiel oder ein ordentlich gebratenes Hühnerbein. Das Jenseitige ist mir suspekt. Also hab ich nicht den Duden bemüht wie Trienchen (die Idee war ja schon weg), sondern das Internet. Vieles wurde bereits geschrieben über

Jenseits von Eden – mir allerdings fiel – als älteres Semester – sofort der Film mit James Dean ein. Kennt den noch irgendwer? Der Film war TOLL. Vielschichtig, höchst dramatisch, wenn man die damalige Art Filmemachens ab kann, in jedem Fall sehenswert. Eine Verfilmung übrigens des offensichtlich ebenso tollen Romans von John Steinbeck. Dieser John Steinbeck hat für die Früchte des Zorns einen Nobelpreis bekommen, allerhöchste Schriftstellerehre also und die Preisträger Können ja nun wirklich schreiben. Das große K ist Absicht (alle anderen Schreibfehler nicht 🙈).

Jenseits von … scheint es großen Schriftstellern angetan zu haben: Herr Steinbeck hat den Nobelpreis im Jahre 1962 bekommen. Eigentlich sollte aber Karen Blixen ausgezeichnet werden für … Jenseits von Afrika. Sie ist nur leider einen Monat vor Preisvergabe gestorben. Komisch wie sich Kreise schließen und man das rauskriegt, bloß weil man mal eine komische Aufgabe gerne annimmt, oder? An dieser Stelle sei bitte mal Werbung für Wikipedia erlaubt, ohne das dieser Kreis nie so schnell hätte geschlossen werden können.

Ich bin jedenfalls ziehmlich platt ob dieses Zufalls und wage mir nicht vorzustellen, was herauskommt, wenn ich jetzt mal bei Nietzsche mit seinem Jenseits von Gut und Böse recherchiere. Immerhin hatte er offensichtlich eine mittlere, eher dichterisch geprägte Schaffensperiode, zu der das dazugehörige Werk zählt. Also doch wieder Dichtung, wo man sie nicht vermutet?

Mein nächstens Jenseits von hat wieder mit Weltliteratur zu tun, man glaubt es kaum. Wenn auch ganz anderer Art: Jenseits von Bullerbü, die Biografie von Astrid Lindgren und wer kennt die nicht? Und wieviele Kinder hat sie glücklich gemacht mit Pipi und co. (und Erwachsene ebenso).

So ginge es munter weiter mit
-Jenseits von Bukarest eine bitterböse Farce aus der Zeit nach Ceaucescus Sturz gewann in Cannes eine Palme
-Jenseits von Babel, ein philosophisch-autobiografischer Roman von Reinhart Heinrich, ein ansonsten renommierter Biophysiker an der Humboldt Uni, gilt als Begründer der Systembiologie
– Jenseits von Duden, ein interaktives Wörterbuch
– Jenseits von ….
du kannst hier jeden Buchstaben von A wie Afrika bis Z wie Zeit und Raum eingeben und du findest Bücher! Oder Filme! Hätt ich NIE gedacht, dass es soviel Jenseits vons gibt. Da haste dann erst mal zu tun fürs nächste Jahr: Ich wünsch mir alle Bücher mit Jenseits von im Titel zu Weihnachten. Und wirst auch noch schlau davon. Also vielen Dank, liebe Mitmacher für das sperrige Thema, das sich als Goldgrube entpuppte.

Liebe Grüße
Wiebke von alltagslustig

Welche Themen würdest du für den Mitmachblog vorschlagen und welche spechen dich besonders an? Mach doch auch mit! Gib gerne einen Kommentar und verlinke auch gerne auf deinen Blog.

Mein Liebster Award

Trotz meiner vorwiegenden Abwesenheit blogtechnisch wurde ich von Diana von Mad4Cook Blog für den liebsten Award nominiert. Vielen, vielen Dank dafür Diana, ich freue mich, dass meine wenigen Beiträgen dein Gefallen gefunden haben! Das ist ein Riesen-Kompliment! Und entschuldige die lange Antwortzeit, ich hoffe, es ist trotzdem okay.

Überhaupt finde ich den liebsten Award prima, es hat so viele Vorteile: man vernetzt sich, man lernt einander ein bisschen besser kennen, man verteilt Freude und schenkt sie. Sehr schön! Besonders jetzt vor Weihnachten, ich finde es vor Weihnachten selten besinnlich, meistens eher hektisch und stressig, weil man ja zusätzlich zu dem, was ohnehin schon viel ist (Mutter! Beruf! Dieser ganze organisatorische Zeug, wofür man mittlerweile einen Vollzeitjob braucht: Steuererklärung, welche Schule besucht mein Kind, Bestellungen abwickeln, Pässe beantragen, Kurse und Urlaub buchen ……………)

Egal, jetzt bin ich hier bei dir. Ein Award braucht Regeln. Ich hatte irgendwann mal gelesen, dass diese Award vor allem für kleine, noch unbekannte Blogs sein soll, um sie bekannter zu machen. Nicht mehr als 300 Follower. Ehrlich gesagt, habe ich die Regeln etwas modifiziert, eigentlich möchte ich sie lieber Empfehlungen nennen:

1. Bedanke dich bei der Person, die dich nominiert hat.Hacken 1
2. Beantworte die Fragen. Hacken 1
3. Denke dir 11 neue Fragen aus. Hacken 1
4. Und nominiere andere Blogs, die dir gefallen (weniger als 300 Follower). Hacken 1
5. Informiere die nominierten Blogger und wenn möglich frag sie, ob sie das überhaupt möchten.Hacken 1
6. Füge die Grafik für den Liebsten Award ein! Hacken 1
7. Schreibe die Regeln für den Liebster Award aufHacken 1

Ich mag Fragen. Sowohl stellen als auch beantworten:

  1. Inspiriert durch das Buch „Blackout“ von Marc Elsberg: Wie gut wärst du im Falle eines längeren Stromausfalls gerüstet?
    Ich habe das Buch nicht gelesen, deshalb kann sich meine Aussage nicht auf das Buch beziehen. Im allgemeinen halte ich überhaupt nichts von Panikmache (morgen geht das Licht aus, geh nicht auf den Alexanderplatz, dort treiben sich Terroristen rum,…), weil sie mich daran hindern, mich um das Wesentliche zu kümmern: leben. Also bin ich schlecht gerüstet, nein: gar nicht. Mein selbstverordneter Optimismus ist natürlich daneben, wenn mal tatsächlich was passiert, aber das Risiko geh ich ein.
  2. Welches ist dein absolutes Lieblingskochbuch?
    Die Serie von Zabert-Sandmann mit dem Kochlöffel: die Rezepte gelingen immer!
  3. Was unterscheidet aus deiner Sicht deinen Blog von anderen Blogs?
    Wow, das ist mal ne Frage! Mir macht es irrsinnig Spaß, mir Überschriften auszudenken, die zum Weiterlesen animieren (wie ich hoffe). Und schreiben selbst macht mir Spaß, ich suche nach präzisen Formulierungen. Wohl deshalb sind meine Formulierungen gerne auch mal etwas verquast (hehe).
  4. Welche ist deine liebste Küche, mediterran, asiatisch, deutsch, arabisch…?
    Ich liebe asiatisch, kann aber selber nicht asiatisch kochen (die Versuche haben bisher keine Abnehmer gefunden: „Mama, das braucht nicht auf die Familieliste.“) Ich koche sehr gerne und gut italienisch inspiriert.
  5. In der heutigen Zeit ist es ja möglich und auch „normal“ ständig online zu sein, bist du auch immer online mit Smartphone und Co, oder gönnst du dir auch bewusst offline Zeit in der du nicht erreichbar bist?
    Das ist prima: mein Mann beschwert sich immer darüber, dass mein Handy aus ist. Ich bin notorische Tablet-Nutzerin, das Smartphone liegt deshalb meist ungenutzt und vor allem ungeladen in der Ecke (oh, ich muss mein Handy laden, Moment … da bin ich wieder). Ich bin ohne Computer und Co aufgewachsen. Für mich ist es eh nicht so selbstverständlich online zu sein. Darüber allerdings bin ich ganz froh.
  6. Gibt es einen Koch, mit dem du gerne mal zusammen kochen würdest?
    Herr Lichter: der ist so lustig. Da geht’s ums zusammen das machen, was man gerne tut und dabei Spaß haben.
  7. Magst du lieber Sahnetorten, Muffins oder Obstkuchen?
    ALLES: her mit dem Kuchen!
  8. Wie stehst du zu Insekten auf dem Speiseplan? Hast du das schon mal gegessen?
    Ja in Afrika einen dicken Wurm im Eintopf. War nicht schlimm, aber auch nicht lecker. Als ich den Turi-Führer gefragt hab, was drin ist und er mir „Würmer“ zur Antwort gab, hat er sich kaputtgelacht über mein Gesicht. Zur Not könnte ich mich leicht überwinden, Insekten zu essen, wenn sie nicht mehr leben.
  9. Was war das Seltsamste, das du jemals gegessen hast?
    Eben dieser Eintopf mit Würmern.
  10. Kochst du genau nach Rezept oder ist ein Rezept für dich nur die Inspiration und das endgültige Gericht entsteht erst während des Kochens?
    Letzteres. Und wenn es was wird und ich es schaffe, Fotos zu machen, bevor es weg ist, poste ich es hier.
  11. Trinkst du lieber Bier, Wein oder Wasser?
    Eigentlich am liebsten Kaffee und Tee, Wasser zum Durst löschen, Bier und Wein zum Genießen.

Nun ist es an mir, interessante Blogs zu nominieren. Leider gibt es aber auch schlechte Erfahrungen, Simone Weissenbach hat sie mal auf den Punkt gebracht. Mir ging es genauso. Und ich finde es auch sehr schade, weil doch eben alle von einem solchen Award profitieren können. Diesmal kann ich also nur einen, dafür aber handverlesenen Blog zur Weitergabe präsentieren.

Mein Name sei Mama

Mama, du kannst auch gerne Seiten in die Antworten verlinken 😉

  1. Was hat dich dazu bewegt, einen Blog zu schreiben?
  2. Welches ist dein Ort, wo du gut auftanken kannst?
  3. Welche Sehenswürdigkeit würdest du mir empfehlen, wenn ich dich mal besuchen würde (bitte fass „Sehenswürdigkeit“ wörtlich: etwas, das zu sehen die Reise wert wäre)?
  4. Welche Musik hörst du am liebsten?
  5. Was liest du gerne?
  6. Wenn du im Internet surfst, wo bleibst du regelmäßig hängen, obwohl du was ganz anderes nachsehen/erledigen wolltest?
  7. Wenn du im Internet surfst, welche Werbe-Slogans/ welches Heischen nach Aufmerksamkeit öden dich besonders an?
  8. Welcher deiner Blog-Artikel gefällt dir selbst am besten?
  9. Aus aktuellem Anlass: was magst du an der Weihnachtszeit am liebsten?
  10. Was würdest du machen, wenn du den Lotto-Jackpot knacken würdest?
  11. Was ist deine Lieblings-Pflanze?

Freu mich schon auf deine Antworten! Lass dir gerne Zeit mit den Antworten. Sowas soll Spaß machen, der Ernst lauert eh an allen Ecken und springt einen wieder an, wenn man nicht aufpasst.

Liebe Grüße

Wiebke

The global chair: Orbey, Frankreich

Der Campingurlaub ist ja nun schon eine Weile her, aber wirkt immer noch nach. Wir hatten so ein Glück mit dem Wetter: es hat nur einmal leicht geregnet und das war nachts. Die Erfahrung, die wir dabei gewonnen haben ist: lieber die kleinen, nicht so toll ausgestatteten Campingplätze. Sie sind preiswerter und die Sanitäranlagen sauberer (auf denen wir waren, lief alle Stunde jemand mit dem Wischmop durch die Klos). Einer war so toll, da hast du wie auf Wolken geschlafen. Das ist Glück: wenn du dein Haupt auf weichen Rasen bettest und die Bäume bei Vollmond Schatten schlagen. Und auf all diesen Campingplätzen findest du die Monobloc-Stühle, die hier abgebildeten in Orbey im Elsaß (Platz ist zu empfehlen: sehr sauber, Besitzer sehr hilfsbereit, jeden morgen kommt der Bäcker).

Version 2
The global chair: Orbey, Frankreich

Elsaß ist überhaupt eine Reise wert: weiche Hügel in der Ferne, hübsche kleine Weindörfer, schöne, gut beschilderte Wanderwege, toller Wein und leckeres Essen, was will man noch?

Wir haben uns einen Rundweg um Ribeauvillé ausgesucht, der an drei Burgruinen vorbeiführt. Das ist dann auch ein Ausflug für die ganze Familie gewesen: Grün! Burgen entdecken! Landschaft genießen!

Ribeauville 2
Burg Saint Ulrich
Ribeauville 2a
Saint Ulrich

 

 

 

 

 

Ribeauville 2b
Saint Ulrich
Ribeauville 4
Burg Haut Ribeaupierre

 

 

 

 

 

 

Ribeauville 3
Burg Girsberg

An den Burgen gab es Informationstafeln. Wenn du die liest, läuft vor deinem inneren Auge eine Art „Game of Thrones“ mit den ganzen Hofintrigen, wer wessen Vasall, Aufstände, Übereignungen, Verfall. Und das anhand nur dreier Burgruinen: so wird Geschichte lebendig. Keiner hat gemerkt, dass es 12 km und 900 Höhenmeter waren.

Als Belohnung gab’s einen leckeren Elsässer Flammkuchen. Die Jungs waren so begeistert, dass Flammkuchen mittlerweile in die Alltags-Familienküche aufgenommen wurde: wird jede zweite Woche mit Pizza abgewechselt.

 

>>Blog der Woche<< The Global Chair : Hinter jedem Bild steht eine Geschichte.

Die grundsätzliche Idee habe ich von Silke von Olet lucernam, die auf ihrem Blog das Rezept der Woche veröffentlicht – danke liebe Silke! Es gibt so unendlich viele tolle Blogs, die es meiner Meinung nach verdienen, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, dazu möchte ich meinen kleinen, bescheidenen Beitrag leisten. Ich hoffe, sie gefallen dir!

Diese Idee hier finde ich zum Beispiel sehr spannend. Auf dem Blog The Global Chair findet ihr Ablichtungen des Monobloc Stuhl aus allen Teilen der Welt und kleine Geschichten dazu. Klaus ruft uns alle auf, ihm Fotos und Geschichten zum Monobloc Stuhl zu senden. Bestimmt hast du die Dinger auch schon irgendwo gesehen. Ich habe jedenfalls fest vor, mich daran zu beteiligen. Bestimmt finden sich die Stühle auf Zeltplätzen, Cafés, Museen – eben in allen Teilen der Welt. Viel Erfolg, Klaus, und viel Spaß beim Stöbern für dich!

globalchairblog

Idee und Einführung in das Projekt

For Information in English please scroll down…..
Pic above: Tansania, Mount Meru 2011,  lunch after a long dinstance walk. Klaus Täger

Überall in der Welt finden wir ihn: den „Global Chair“, einen Kunststoffstuhl aus einem Guss, den „Monobloc“:

„Monobloc ist die fachsprachliche und international gängige Bezeichnung für den preiswerten Plastikstapelstuhl. Merkmale des Monobloc sind seine Spritzgussfertigung aus Polypropylen in einem Arbeitsgang, Stapelbarkeit und sein günstiger Preis. Der Monobloc ist weltweit verbreitet und vermutlich das in größter Zahl hergestellte Möbel. Der Monobloc wird als Sessel, Stuhl und Hocker gefertigt. (wikipedia) “

Wir haben alle schon auf ihm gesessen, auf Terrassen, in Kneipen und Straßencafés, überall auf unseren Reisen. Alle Monoblocs dieser Welt sind ähnlich verwandt wie alle Menschen dieser Welt….

„Der Monobloc Kunststoffsessel wurde von einer amerikanischen Firma 1948 auf den Markt geworfen. Ohne rechtlichen Schutz des Designs und Herstellungsprozesses ist der Monobloc Plastikstuhl seitdem…

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Kuchen für Herrn Ribbeck

Letztes Wochenende waren wir zum Geburtstag eingeladen. Nicht irgendein Geburtstag. Der eines Freundes, der nie Geburtstag feiern mochte. Fand sowas albern, spießig. Ich war da völlig anderer Meinung … Aber letztens hat er uns zum Geburtstag eingeladen! Was hab ich mich gefreut. Ein Geschenk wollte er nicht, unsere Anwesenheit sei doch Geschenk genug. So nett. Ich habe vorgeschlagen, einen Kuchen mitzubringen. Dann hat er nicht das doofe Gefühl, sich artig über ein Geschenk freuen zu müssen, das er gar nicht wollte und ich käme nicht mit leeren Händen.

Nun ruft so ein Ereignis ja nicht nach dem Kuchen, den du jedes Wochenende bäckst (bei mir jedenfalls rief es etwas anderes). Aber ne dicke Torte hatte ich auch nicht so Lust. Die Birnen! Sie sind doch soooo schön zurzeit, die mussten unbedingt auf den Kuchen. Wahnsinnig süß mögen wir’s auch nicht. Raffiniert sollte es sein, ungewöhnlich, aber bloß nicht zu kompliziert, ich wollte ja nicht den ganzen Tag in der Küche stehen.

An was denkst du so, wenn du an Obst im Spätherbst denkst? Äpfel? Birnen? Weintrauben? Beeren? Preiselbeeren? Bingo!

Ribbecks Kuchen Material

Für den Kuchen machst du dir einen ganz ordinären Mürbeteig. Aus 300 g Mehl, 200 g Butter, 175 g Zucker, 1 Ei, Schale von 1/2 Zitrone. Ab in den Kühlschrank.

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Für die Füllung nimmst du ein knappes Kilo Birnen, die du schälst und in Stückchen teilst. Kannst sie auch vierteln und in Scheiben schneiden. Die marinierst du mit 40 g Zucker, einem richtig dicken Eßlöffel Preiselbeeren (ca. 50 g), 1/2 Tl Vanille und 1/2 Tl Zimt.

Aus 2 Eiern, 1 El Vanille-Puddingpulver, 1 El Zucker und 2-3 El Milch rührst du die Eiercreme.

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Jetzt schnappst du dir eine 30 cm Springform und legst sie mit dem Teig aus. Ich habe mir tatsächlich angewöhnt, Mürbeteig blind zu backen: die werden wirklich besser: da bleibt der Rand Rand und fällt nicht so zusammen. 180 °C, 20-25 min, aber du kennst deinen Backofen ja am besten. Da bleibt einiges an Teig übrig, daraus machst du später Streifen, die du gitterartig über die Füllung legst.

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Wenn der Teig halbwegs gar ist, füllst du ihn mit den Birnen und Preiselbeeren. Dabei bleibt Flüssigkeit zurück, schöner, süßer Beeren-Birnensaft, den du an die Eiercreme geben kannst. Das unterstreicht den Geschmack der Birnen-Preiselbeer-Vanille-Zimt Mischung. Die Eiermasse gießt du über die Birnen, auf die Eiermasse kommt das Teiggitter. Ich habe den Kuchen mit Alufolie abgedeckt, denn bei 180 °C wäre in den 40 min, die die Eiermasse zum Stocken braucht, der Teig total verbrannt. Die Folie habe ich nach 30 min abgenommen, nach 20 wäre auch gegangen.

Kuchen abgekühlt aus der Form nehmen und schmecken lassen!

Kaffetafel

Liebe Grüße

Wiebke